Der Märzenbecher (Leucojum vernum) kann auf den ersten Blick leicht mit dem Schneeglöckchen verwechselt werden. Bei genauerem Hinsehen sieht man aber die Unterschiede: Beim etwas grösseren Märzenbecher formen die sechs Blütenblätter eine Art Glocke. Beim Schneeglöckchen hingegen stehen drei Blütenblätter ab. Der Märzenbecher ist im Baselbiet sehr selten. Im Naturschutzgebiet Talweiher kommt dieses Amaryllisgewächs jedoch in einem grossen Bestand vor.
Ein Feuchtigkeitsanzeiger
Der Märzenbecher ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimeter erreicht. Sie bildet unterirdische Zwiebeln als Überdauerungsorgane aus. Die Zwiebeln ruhen etwa 30 Zentimeter unter der Oberfläche.
Die Pflanzenart beansprucht bestimmte Standorte: feuchte, nährstoffreiche, mässig saure Ton- und Lehmböden, die als Humusform in der Regel auch Mull aufweisen. Der Märzenbecher besiedelt Standorte bis in Höhen von 1600 Meter über Meer.