6. August: Sommer 2018 wirkt sich auch im Baselbiet aus

 

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Die seit Wochen anhaltende Hitze und Trockenheit hinterlässt auch in den Naturschutzgebieten ihre Spuren. Der Boden reisst auf und Bäume und Sträucher werfen ihre Blätter ab.

 

Wüsste man es nicht besser – man könnte meinen, der Herbst hätte bereits Einzug gehalten. Doch die verfärbten Blätter der Sträucher und Büsche in der Reinacher Heide sind ein Zeichen des Wassermangels. Auch die Wiesen dörren aus und werden gelb.

Was für die Pflanzen Stress bedeutet, gefällt beispielsweise der Ödlandschrecke. Sie ist in diesem Jahr auf Flächen anzutreffen, die normalerweise zu feucht für sie sind. Aber es gibt auch Pflanzen, die mit der Hitze zurechtkommen, wenig Wasser brauchen oder speichern können. Sie blühen auch an diesen heissen Tagen noch.

Zum Naturschutzgebiet Wildenstein gehört auch die landwirtschaftlich genutzte Fläche «Luxmatt». Auch dort haben sich tiefe Risse im Boden aufgetan. Einzelne sind bis zu 30 Zentimeter tief. Auf der Hochebene ist ein grösserer Ast einer Eiche abgebrochen und erste Blätter fallen dürr zu Boden.

Eine kühle Oase in diesen Tagen ist das schattige und feuchte Tal an den Talweihern. Die Sonne brennt dort nicht ganz so heiss und im Wald bleiben die Temperaturen erträglich. Ein Ausflug ins Oberbaselbiet lohnt sich deshalb im Moment ganz besonders. In allen drei Gebieten gilt natürlich bis auf weiteres absolutes Feuerverbot.

Die überwiegende Zahl der Klimaforscher ist überzeugt, dass derart heisse und trockene Sommer schon bald nichts besonderes mehr sein werden. In diesem Jahr werden sich die meisten Pflanzen noch einmal erholen, wenn wieder kühlere und regnerische Zeiten kommen. Längerfristig werden sich jedoch Veränderungen einstellen. Werden Hitzesommer zur Normalität, schwächt dies die Fähigkeit der Pflanzen, wieder zu Kräften zu kommen. Bisher harmlose Schädlinge und Konkurrenzpflanzen breiten sich dank den hohen Temperaturen aus und verdrängen einheimische Tier- und Pflanzenarten.

Deshalb sind Massnahmen zum Klimaschutz wichtiger denn je.

 

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«Steppenlandschaft» in der Reinacher Heide

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Tiefe Risse im Boden der Luxmatt

Bilder: Yannick Bucher

Hitzesommer

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In den Naturschutzgebieten zeigen sich die Folgen der Hitze und Trockenheit. Es gilt absolutes Feuerverbot.
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Entdeckungs-Spaziergänge

Der Naturschutzdienst bietet in allen drei Gebieten gratis Spaziergänge unter naturkundiger Führung an.
Die nächsten Daten:
Reinacher Heide: 9. Sept. (Thema: Spinnen)
Wildenstein: 26. August

Rückblick Erlebnistag

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Führungen

Unser massgeschneidertes Führungsangebot für sämtliche Gruppen und Themen.

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Sommerzeit im Naturschutzgebiet

Nach dem regen Treiben im Frühjahr ist es nun ruhiger geworden in der Natur: Das Gequake der Frösche ist fast verstummt und auch von der Vogelschar ist nicht mehr viel zu hören. Viele Tiere widmen sich nun der Aufzucht ihrer Jungen und wollen nicht gestört werden.

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