27. Juni: Die Ödlandschrecke trotzt der Hitze

 

Oedipoda caerulescens qtl1  

Während den Führungen durch die Reinacher Heide legen die Ranger jeweils ein Thermometer auf den Kiesflächen aus. Damit zeigen sie den Teilnehmenden, wie eindrücklich heiss es auf den Brachen tagsüber wird. Trotzdem gibt es Tiere, denen die Hitze nichts auszumachen scheint.

 

Schon Sekunden nach dem Auslegen zeigte das Quecksilber fast 40 Grad Celsius. Ranger Yannick Bucher legte es in eine Brachfläche, um den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, wie heiss es auf den karg bewachsenen Kiesplätzen werden kann. Kurze Zeit später hüpfte schon eine Ödlandschrecke direkt aufs Thermometer. Die Hitze schien ihr nichts auszumachen. Eine Viertelstunde später dann die Messung: Rund 50 Grad Celsius.

Trockenwarme Kahl- und Ödlandflächen mit sehr spärlicher Vegetation sind der bevorzugte Lebensraum der Ödlandschrecke. In der Reinacher Heide kommt hauptsächlich die blauflüglige Ödlandschrecke vor. Sie wurden 1995 wieder angesiedelt. Die Tiere haben sich perfekt an das Leben auf sandigen, steinigen Böden angepasst und bewegen sich hauptsächlich krabbelnd fort. Am Boden finden sie auch ihre Nahrung, und wenn Gefahr droht, verlassen sie sich auf ihre braun-graue Färbung, die sie perfekt tarnt. Die faszinierenden Tiere können ihre Färbung sogar innerhalb von wenigen Tagen an verschiedene Untergrundfarben anpassen. Die blauen Flügel sieht man nur, wenn die Ödlandschrecke in seltenen Fällen kurz auffliegt.

 

 Oedlandschr klein

Bild: Yannick Bucher

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