6. Juni: Helm-Orchis Rekordjahr

 

helmorchis 2  

Im Frühling 2017 wurden in der Reinacher Heide so viele Helm-Orchis gezählt wie nie zuvor. Im Vergleich zu 2016 blühten rund 4 mal so viele Exemplare der geschützten Orchidee.

 

Die Helm-Orchis (Orchis militaris) wird zwischen 20 und 50 Zentimeter hoch und gehört zu den typischen Magerwiesen-Arten der Reinacher Heide. Da die Art streng geschützt und sehr wertvoll ist, zählt der Naturschutzdienst jedes Jahr die Anzahl Exemplare. Im langjährigen Durchschnitt nehmen die Rangerinnen und Ranger um die 300 blühende Helm-Orchis auf – im Jahr 2016 waren es zum Beispiel 345 blühende von insgesamt 839 Pflanzen. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 2680 Helm-Orchis beobachtet. 1200 von ihnen blühten. Ein absolutes Rekordjahr also, dessen Grund nicht bekannt ist.

Der Name der Orchidee kommt daher, dass sich die oberen Blütenblätter helmartig zusammenneigen. Der Blütenstand trägt 10 bis 50 Blüten, die gegen Aussen weisslich-rosa gefärbt sind.  Aus den einzelnen Blüten ragt eine auffällige, dreilappige Lippe, die ebenfalls hellrosa ist, und typische dunkle Flecken aufweist. Im Winter überdauern zwei eiförmige Knollen im Boden. Die Helm-Orchis gehört deshalb zur Pflanzenfamilie der Knollen-Geophyten. Eine Gefahr für die seltene Pflanze sind Wildschweine, die im Boden nach den Knollen wühlen. Die Helm-Orchis blüht in Mitteleuropa an wärmebegünstigten Standorten in der Regel ab Anfang Mai bis Ende Juni.

helmorchis 1

 

Bleifleck-Widderchen

2018 Bleifleckwidderchen web

Ein kleiner Schmetterling, der viel über die Reinacher Heide erzählt.
> Mehr

Entdeckungs-Spaziergänge

Der Naturschutzdienst bietet in allen drei Gebieten gratis Spaziergänge unter naturkundiger Führung an.
Die nächsten Daten:
Reinacher Heide: 24. Juni
Talweiher: 22. Juli
Wildenstein: 26. August

Rückblick Erlebnistag

2018 NSD Wildensteintag FlyerA6 V1 web

> Bildergalerie

Führungen

Unser massgeschneidertes Führungsangebot für sämtliche Gruppen und Themen.

> Information/Buchung

Sommerzeit im Naturschutzgebiet

Nach dem regen Treiben im Frühjahr ist es nun ruhiger geworden in der Natur: Das Gequake der Frösche ist fast verstummt und auch von der Vogelschar ist nicht mehr viel zu hören. Viele Tiere widmen sich nun der Aufzucht ihrer Jungen und wollen nicht gestört werden.

Weiterlesen ...