18. November: Seltener Käfer wiederentdeckt

 

Protaetia aeruginosa 3  

Naturschutzwartinnen und -warte gehen mit offenen Augen durch die Natur. Nicht anders ist es zu erklären, dass einer Rangerin des Naturschutzdienstes BL der leblose Käfer in einer Schotterfläche in der Reinacherheide aufgefallen ist. Bei genauerem Hinschauen entpuppte sich das Insekt als Exemplar des sehr seltenen grossen Rosenkäfers. Seit 1955 wurde er im Kanton Baselland nicht mehr nachgewiesen.

 

Der grosse Rosenkäfer oder grosse Goldkäfer (Protaetia aeruginosa) ist mit 22-28 Millimetern einer der grössten Rosenkäfer Europas. Die Larven entwickeln sich in abgestorbenen Bäumen, die sich zersetzen – im so genannten Mulm. Besonders Eichen sind als Wirtsbaum sehr beliebt. Das Larvenstadium dauert drei Jahre, in denen die Käferlarven etwa zur Grösse eines Maikäfer-Engerlings heranwachsen. Die Art tritt nur lokal auf und ist selten. Der letzte bestätigte Fund im Kanton Baselland stammt aus dem Jahr 1955.

Wie selten der Käfer ist, lässt sich auch auf der Verbreitungskarte von InfoFauna ablesen.

 Protaetia aeruginosa 1

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