14. September: Der Neuntöter brütet auf dem Wildenstein.

 

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Der Neuntöter ist in der Schweiz selten geworden. Dies liegt in erster Linie daran, dass viele Dornhecken aus unserer Landschaft verschwunden sind. Aber auch starker Pestizid-Einsatz macht dem Vogel zu schaffen: Im hohen Gras findet er deswegen zu wenige Insekten, von denen er sich hauptsächlich ernährt. Umso schöner ist es, dass in diesem Sommer seit langem wieder einmal ein Neuntöter-Päärchen im Naturschutzgebiet Wildenstein brütet.

 

Der Neuntöter (Lanius collurio) lebt stets in der Nähe einer dornigen Hecke. Seinen Namen verdankt der Vogel seiner besonderen Art der Nahrungssuche: Er legt Lager von aufgespiessten Insekten an. Früher nahm man an, dass er immer zuerst neun Beutetiere auf die Dornen spiesse, bevor er wieder eines frisst. Heute weiss man, dass der Neuntöter nicht ganz so genau zählt. Während Schlechtwetterperioden zehrt er dann von den gelagerten Heuschrecken, Libellen, bis hin zu Maikäfern. Hin und wieder stehen auch Regenwürmer oder sogar Amphibien, Reptilien, junge Singvögel oder Spitzmäuse auf seinem Speiseplan.
Auf dem Wildenstein ist der Neuntöter nur noch selten zu Gast. Seine Dichte ist in der Schweiz nicht einmal halb so gross, wie im angrenzenden Ausland. Gründe dafür sind die Zerstörung dornenreicher Hecken und der Rückgang von Insekten wegen massivem Dünger- und Biozideinsatz. Der Neuntöter braucht dichte, niedrige Dornenhecken mit einem insektenreichen Krautgürtel.

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