Wie ausgestorben wirken sie nun, die Naturschutzgebiete.

Die Tiere haben sich ein Winterversteck gesucht. Bäume und Sträucher stehen kahl und es scheint keinerlei Leben mehr in ihnen zu sein. Wer aber genau hinschaut, kann den nächsten Frühling jetzt schon erahnen...

Zwar setzte der Winter 2015/16 nur zögerlich ein. Während sich die Menschen in die warme Stube zurückziehen können, haben Pflanzen und Tiere andere Methoden entwickelt, um der Kälte zu trotzen.
Während einjährige Pflanzen in Form von Samen im Boden überwintern, speichern mehrjährige ihre Lebensenergie in verschiedenen Pflanzenteilen. Das Knabenkraut lagert sie beispielsweise in einer unterirdischen Knolle ein. Der Salomonssiegel in Ausläufern, die im nächsten Frühjahr einen neuen Trieb hervorbringen.

Auch in der Tierwelt haben sich mehrere Überwinterungsstrategien durchgesetzt: Wechselwarme Tiere, deren Körpertemperatur direkt von der Aussentemperatur abhängt, suchen sich ein frostsicheres Versteck. So zum Beispiel die Amphibien, die dort den Winter in einer Art unbeweglichen Starre verbringen. Zahlreiche Kleinsäuger hingegen halten Winterschlaf. Das bedeutet, dass ihre Körpertemperatur reduziert wird und die Atem- und Herzfrequenz stark sinkt. So reduziert sich ihr Energiebedarf um das 70fache. Beispiele hierfür sind der Igel oder die Fledermaus. Andere Arten halten Winterruhe. Sie reduzieren zwar ihre Aktivitäten, müssen sich aber regelmässig auf Nahrungssuche machen, um die kalte Jahreszeit zu überstehen. Zu diesen Arten gehört beispielsweise das Eichhörnchen, das man auch in den drei Naturschutzgebieten regelmässig auf der Suche nach Nahrungsvorräten beobachten kann.

Schliesslich gibt es auch noch die Arten, die den Winter mit Hilfe eines dickeren Fells oder Federkleids und grossen Fettreserven überstehen.

Tal

Auf den Weihern tummeln sich zur Winterszeit zahlreiche Entenarten: teils einheimische wie die Stockente, teils Wintergäste aus dem Norden, wie zum Beispiel die kleine Krickente. Für uns Menschen wirkt das Naturschutzgebiet Talweiher besonders reizvoll, wenn die Weiher von einer dicken Eisschicht bedeckt sind und an den Ergolz-Wasserfällen dicke Eiszapfen hängen. Für die Wasservögel heisst es dann allerdings ein neues, frostsicheres Gewässer suchen.

Einziger Farbtupfer zu dieser Jahreszeit ist das Bachröhricht, das sein frisches Grün auch den Winter über behält. Am Bachlauf der Ergolz können Wasseramsel und Gebirgsstelze bei der Nahrungssuche beobachtet werden und wer Glück hat entdeckt sogar einen der seltenen Eisvögel.

Um die allmähliche Verlandung der Weiher zu verhindern, werden zu dieser Jahreszeit der Schilfgürtel und die Gehölze zurück gestutzt. Auch die Kopfweiden werden zu dieser Jahreszeit geschnitten.
Die Frösche und Kröten verbringen den Winter in frostsicheren Verstecken – im Boden, in vermoderten Baumstümpfen oder im Falllaub vergraben. Aber bereits im Februar kommen die ersten Grasfrösche zum Vorschein, suchen sich einen Partner und legen ihre Laichballen in die Gewässer.

Ein_Schneespaziergang_lohnt_sich.jpgWinter_am_Weiher.jpgWinterstimmung_an_den_Weihern.jpgEinsame_Enten_im-Weiher.jpgDer_Wasserfall_ist_eingefroren.jpgEisblasen_am_Bach.jpgIm_Winter_friert_auch_der_grosse_Weiher_zu.jpgVerschneite_Pilze.jpgKopfweide.jpgDie_Enten_auf_Futtersuche.jpgWasserfall.jpg

Reinacher Heide

Auch in der Reinacherheide ist nun alles auf Winterruhe eingestellt. Kleintiere haben sich in Grasbüscheln oder Gebüschsäumen ein Versteck gesucht. Die Zugvögel sind weiter in Richtung Süden gewandert und werden erst im Frühjahr wieder anzutreffen sein – auf ihrem Rückweg gen Norden. In dieser Jahreszeit gut zu beobachten sind Meisen und Spechte, am auffälligsten aber die Saatkrähen, Rabenkrähen und Elstern.

Spannend ist, auf der frisch verschneiten Ebene nach Spuren zu suchen und zu rätseln, was wohl nachts hier vorbei spaziert ist: ein Fuchs, ein Hase oder gar ein Reh?
Wer genau hinschaut, stellt fest, dass die kahlen Bäume und Sträucher bereits parat sind für das nächste Frühjahr: Die Knospen sind schon ausgebildet und verharren in Winterruhe, bevor sie sich bei zunehmender Tageslänge und Temperatur entfalten. Die Knospen sind eine wichtige Nahrungsquelle für die Dompfaffen, die nun häufig in den Baumwipfeln beim Abknabbern der wertvollen Nahrung beobachten werden können.

Zu den ersten Frühlingsboten gehören die Weidekätzchen und Haselsträucher, die bereits im Februar erblühen.

Ein_letzter_Herbstgruss.jpgEin_eisiger_Morgen_im_Januar.jpgDie_winterliche_Birs.jpgNun_lassen_sich_Kieselsteine_suchen.jpgSchnee_in_der_Heide.jpgEis_am_Ufer_der_Birs.jpgAuch_Eiszapfen_gibt_es_an_der_Birs.jpgEis_am_Birsufer.jpgReinacher_Heide_im_Spätwinter.jpgIm_März_erscheinen_die_ersten_Haselkaetzchen.jpg

Wildenstein

An einem sonnigen Wintertag lädt die verschneite Hochebene ein zu einer Wanderung. Nun ist auch die Zeit, in der man den Eichenhain betreten darf. Die anmutigen Silhouetten der Eichen kommen ohne Laub besonders schön zur Geltung. Aus jedem Blickwinkel wirken sie wieder anders.

Gut zu beobachten sind nun auch die Flechten auf den Eichen. Über 140 verschiedene Arten wurden an Eichenstämmen entdeckt. Zwar sind die Flechtenarten nicht besonders farbig und auffällig, wer aber genau hinschaut, kann im Mosaik des Flechtenbewuchses doch die eine oder andere Art unterscheiden. Flechten gelten zwar als eigenständige Pflanzengruppe, bestehen eigentlich aber aus einer Symbiose aus Pilzen und Algen. Die Pilz-Algen-Paarung ist für jede Flechtenart spezifisch. Ganz grob lassen sie sich – entsprechend ihrem Aussehen – in Krusten-, Blatt- oder Strauchflechten unterteilen. Je nach Alter der Eiche ändert sich auch die Zusammensetzung der Flechtenflora. Dies hängt damit zusammen, dass sich die Oberfläche der Borke mit der Zeit verändert. So herrschen zum Beispiel auf einem alten Eichenstamm andere physikalische und chemische Bedingungen als auf einem Jungbaum. Findet man auf einer hundertjährigen Eiche noch bis zu dreissig Arten, sind es auf einer 400jährigen lediglich noch zehn, jedoch sehr seltene Arten.

Wenn dann im März die ersten Gräser und Kräuter spriessen, gilt wieder das Wegegebot. Es lohnt sich also, den Eichenhain jetzt zu besuchen!

Die_Eiche_ist_Lebensraum_vieler_Pilze.jpgDie_Blätter_sind_abgefallen.jpgIm_Winter_kann_man_die_Misteln_gut_sehen.jpgViele_Flechten_an_der_Eichenrinde.jpgDie_Stechpalmen_sorgen_für_letzte_Farbtupfer.jpgEine_Linde_am_Übergang_zwischen_Herbst_und_Winter.jpgDie_Eiche_beherbergt_eine_grosse_Flechtenvielfalt.jpg

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Der Naturschutzdienst bietet in allen drei Gebieten gratis Spaziergänge unter naturkundiger Führung an.
2017 findet kein Spaziergang mehr statt. Die Daten 2018 werden Anfang Jahr bekanntgegeben.

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