Nach dem regen Treiben im Frühjahr ist es nun ruhiger geworden in der Natur: Das Gequake der Frösche ist fast verstummt und auch von der Vogelschar ist nicht mehr viel zu hören. Viele Tiere widmen sich nun der Aufzucht ihrer Jungen und wollen nicht gestört werden.

Im Frühling ging es noch hoch zu und her in den Naturschutzgebieten Reinacher Heide, Tal und Wildenstein: Die Amphibien suchten quakend nach einem Paarungspartner und die Vögel machten sich lauthals bemerkbar, um ihre Reviere zu markieren. Nun ist es ruhiger geworden. Abgesehen vom Gequake der Wasserfrösche und dem nächtlichen, glockenartigen Ruf der Geburtshelferkröte – des so genannten «Glögglifroschs» – sind die Amphibien verstummt. Die Jungvögel sind geschlüpft und die Vogeleltern beschäftigt mit dem Füttern der Nestlinge. Auch zahlreiche Säuger, beispielsweise die Rehe, haben ihre Jungen geworfen und halten sich versteckt – dies sollte von den Besuchenden respektiert werden. Erst recht gilt jetzt: Wege nicht verlassen, Hunde an die Leine, und fürs Pic-nic nur die offiziellen Feuerstellen benutzen!

Mittelmeerstimmung in der Reinacher Heide

Wer etwas mediterrane Stimmung vor der Haustüre sucht, findet diese bei trockenem und warmem Wetter in der Reinacher Heide. Die Trockenrasen werden nun allmählich gelb und dürr, durchsetzt mit bunten Farbtupfern der Bunten Kronwicke oder des Acker Wachtelweizens. Wer dem Summen der Insekten sowie dem Gezirpe der Grillen und Heuschrecken lauscht, fühlt sich in eine andere Welt versetzt. Eine Freude fürs Auge sind auch die zahlreichen Schmetterlinge, die an sonnigen Tagen über die Reinacher Heide flattern. Besonders schön sind die verschiedenen Bläulingsarten wie Hauhechelbläuling, Himmelblauer und Silbergrüner Bläuling.

Raupen_des_Nachtpfauenauges.jpgDie_Zauneidechse_wärmt_sich_in_der_Sonne.jpgDer_Natternkopf.jpgBlüten_der_Bunten_Kronwicke.jpgBlüte_des_Acker_Wachtelweizens.jpgEin_prächtiger_Schwalbenschwanz.jpgDie_seltene_Orchidee_Hummel-Ragwurz.jpgFeld_von_Bunten_Kronwicken.jpg

Libellen am Talweiher

Ist die Sommerhitze gross, dann empfiehlt sich ein Ausflug an die Talweiher. Umgeben von Wald ist es an diesem Feuchtbiotop auch an den heissesten Sommertagen angenehm kühl. An den lichten, südexponierten Stellen im Wald trifft man jetzt auf die auffällig purpur gefärbten Türkenbundlilien oder das Waldvögelein – eine attraktive Orchidee, von der es bei uns drei Arten gibt. Die Wasser- und Sumpfvegetation ist in den Sommermonaten besonders üppig und auf dem offenen Wasser blühen die Seerosen. Auffällig sind auch die zahlreichen Libellenarten, die es am Gewässer zu entdecken gibt. Insgesamt 28 Arten wurden in diesem Naturschutzgebiet beschrieben! Unter den Kleinlibellen ist das «Kleine Granatauge» erwähnenswert, mit blauem Leib und leuchtend roten Augen; bei den Grosslibellen fällt der «Plattbauch» auf, der durch den abgeflachten Leib in hellblau (Männchen) oder goldgelb (Weibchen) relativ einfach zu erkennen ist. Um die Libellen gut beobachten zu können, lohnt sich die Mitnahme eines Fernglases.

Der_Bachnelkenwurz_blüht_jetzt.jpgEine_Prachtlibelle.jpgDiese_Libelle_heisst_Plattbauch.jpgDer_Picnicplatz_ist_parat_für_gross_und_klein.jpgEine_schöne_Libelle.jpgDer_Graureiher_auf_Beutestreifzug.jpgAm_Talweiher.jpgIm_Schatten_ist_es_angenehm_kühl.jpg

Abendspaziergang auf Wildenstein

Weniger auffällig, aber gerade während der warmen Jahreszeit besonders aktiv, sind die zahlreichen Käferarten, die auf den alten Eichen im Naturschutzgebiet Wildenstein leben. Aber auch wer keinen Eichenbock oder Hirschkäfer entdeckt, kann sich an den bunten Blumenwiesen erfreuen. Dort trifft man den ganzen Sommer über auf zahlreiche Schmetterlinge. Ein seltener Gast auf Wildenstein ist der Pirol. Trotz seiner auffälligen Färbung ist der gelb-schwarze Vogel nur schwer zu entdecken, da er sich meist in den Baumkronen versteckt hält. Letzten Sommer wurde er aber vom Naturschutzdienst BL regelmässig beobachtet. Bemerkbar macht sich der amselgrosse Vogel durch seinen flötenden Gesang. Vielleicht haben Sie Glück und entdecken auf einem Sommerspaziergang diesen tropisch anmutenden Vogel.

Den_Eichenbock_bekommt_man_nur_selten_zu_Gesicht.jpgZwei_Blaeulinge_bei_der_Paarung.jpgDer_Klatschmohn_blüht_im_Sommer.jpgDie_Rauchschwalben_verbringen_den_Sommer_in_der_Schweiz.jpgKnorrige_Eiche.jpgDen_grossen_Eichenbock_bekommt_man_nur_selten_zu_Gesicht.jpgBlick_in_den_Eichenhain.jpg


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Hitzesommer

2018 Hitze3 klein

In den Naturschutzgebieten zeigen sich die Folgen der Hitze und Trockenheit. Es gilt absolutes Feuerverbot.
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Entdeckungs-Spaziergänge

Der Naturschutzdienst bietet in allen drei Gebieten gratis Spaziergänge unter naturkundiger Führung an.
Die nächsten Daten:
Reinacher Heide: 9. Sept. (Thema: Spinnen)
Wildenstein: 26. August

Rückblick Erlebnistag

2018 NSD Wildensteintag FlyerA6 V1 web

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Führungen

Unser massgeschneidertes Führungsangebot für sämtliche Gruppen und Themen.

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Sommerzeit im Naturschutzgebiet

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